Wofür sich amitumKids engagiert?
amitumKids schließt durch spezialisierte Vorsorgeangebote bundesweit bestehende Lücken in der psychosozialen Versorgung von Kindern traumatisierter Einsatzkräfte, leistet einen entscheidenden Beitrag zu ihrer gesundheitlichen Zukunftssicherung und begünstigt dadurch finanziell Entlastungen des Gesundheitswesens und der Sozialkassen.
In der Arbeit mit traumatisierten Einsatzkräften wird von Fachkräften immer wieder erlebt, dass angehörige Kinder mit ihren spezifischen Belastungen unversorgt bleiben, weil regional keine bedarfsdeckenden und fachlich spezialisierten Hilfen für sie gefunden werden können. Über die Zeit entwickeln viele dieser Kinder psychosoziale Auffälligkeiten bis hin zu eigenen psychischen Störungen mit psychiatrischen Klinikaufenthalten. Nicht selten wirkt sich dies ungünstig auf Therapieprozesse der Eltern aus und verlängert sie. Neben großem persönlichem Leid entstehen durch die vorhandenen Versorgungslücken und fehlenden Präventionsangebote vermeidbare Folgekosten für Gesundheits- und Sozialkassen. amitumKids wurde gegründet, um dies zu ändern.
Im Zentrum der Arbeit stehen die ureigenen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen. Ihnen wird in drei verschiedenen Formaten spezialisierte Hilfe angeboten. Sie werden früh nach einer elterlichen Diagnose entlastet und zentral über Traumafolgestörungen aufgeklärt. Regional werden stützende Anschlusshilfen gesucht und passgenaue Versorgungsketten aufgestellt – flächendeckend in ganz Deutschland und: aus ländlichen Regionen heraus erreichbar!
Was amitumKids tut?
amitumKids organisiert spezialisierte frühe Hilfen für Kinder traumatisierter Einsatzkräfte: bundesweit, effizient und passgenau. Auf individueller und familiärer Ebene verfolgt das gemeinnützige Unternehmen dabei drei zentrale Ziele:
- die psychische Gesundheit der Zielgruppe erhalten,
- die Entstehung von multiplen Folgeproblemen verhindern und
- die Entwicklungsbedingungen der Kinder optimieren.
Wenn sich im Familienalltag alles nur noch rund ums Trauma dreht, geraten die Kinder mit ihren Bedürfnissen schnell aus dem Fokus ihrer Eltern. Auch wenn die Eltern es grundsätzlich wollen, können sie manchmal die kindlichen Bedürfnisse nicht mehr ausreichend erkennen. Der Hauptteil der elterlichen Energie wird für das Zurechtkommen mit Traumafolgen, mit Therapie, Therapieerfolgen und dem Management der daraus folgenden Anpassungsprozesse in der Familie benötigt. In Folge müssen Kinder vor allem funktionieren und lernen, dass es besser ist, sich den Eltern mit ihren Sorgen und Nöten nicht zuzumuten. Sie bleiben mit ihren Erlebnissen, Fragen und Ängsten allein. So wie…
- Peter (10), der regelmäßig nachts erlebte, wie sein Vater im Flashback laut schreiend vor der Wand stand und die Tapete abkratzte,
- Nina (6), die ihre Mutter mehrmals wimmernd, am ganzen Körper zitternd und zusammengekauert unter der Dusche vorfand,
- Klaus (5), der durch plötzlich einsetzende Wiederbelebungsaktivitäten des Vaters an seinem Körper geweckt wurde, sobald dieser sich versichern wollte, ob sein Sohn gut in den Schlaf gefunden hatte oder
- Maren (10), deren Mutter sich immer mit einem Messer hinter die Tür stellte, wenn es schellte.
Diesen Kindern konnte wie vielen anderen in der Vergangenheit nicht frühzeitig genug geholfen werden.
Was amitumKids bewirkt?
In den Angeboten von amitumKids erhalten Kinder altersgerecht aufbereitete Erklärungen über die aktuelle Gesundheitssituation ihrer Eltern. Das gesamte primäre Lebensumfeld erwirbt bei Bedarf spezialisiertes Wissen und praktisch anwendbare Handlungskompetenzen für einen stressfreieren Umgang mit Traumafolgestörungen im Familienalltag.
Die Kinder bleiben mental stabil und gesund. Sie erhalten Entlastung. Ihre Sorgen, Fragen, Ängste und Nöte werden beantwortet. Sie wachsen an den speziellen Problemen in ihrer Familie und entwickeln psychische Widerstandskraft.
Eltern, die sich für unser aller Wohl in der Gesellschaft eingesetzt haben, erfahren durch das Hilfsangebot gesellschaftliche Unterstützung, Rückendeckung, Anerkennung und Dank. Ihr Gefühl von Handhabbarkeit und ihre Selbstwirksamkeit steigen trotz krankheitsbedingter Einschränkungen.
Das gesamte Umfeld ist stabilisiert, die Familienatmosphäre wird friedlicher, Zusammenhalt wird gestärkt. Die Versorgungslücken in der bestehenden Hilfelandschaft Deutschlands sind geschlossen.
Die Problemspirale ist unterbrochen. Es entstehen weniger Folgekosten für Gesundheits- und Sozialkassen.